4 sichere Wege hässliche Aufgaben zu erledigen

Schweinehund - www.selbstbewusster.infoEin neues Thema hat den Weg in den Blog gefunden:

Der innere Schweinehund!

Wir beschäftigen uns heute mit der Aufschieberitis. Viel Spaß 🙂

Kennst du das? Es gibt immer so Dinge, welche wir eigentlich erledigen müssten, aber immer wenn man daran denkt, hat man gerade so viel anderes zu tun. Oder man gerade absolut keine Lust auf diese Aufgaben. Die folgenden Tipps und Techniken werden dich unterstützen, auch diese “hässlichen” Aufgaben zu lösen.

 

1: Das Aufgabenblatt

Es gibt ein Sprichwort im Business: “Wer schreibt, der bleibt”. Auch wenn hier eher mit “schreiben” das Aufschreiben von Verkaufsverträgen ist, kann man diese Metapher gut in unsere Problematik verwenden. Wenn du Dinge nicht aufschreibst, dann wirst du sie höchstwahrscheinlich nie erledigen. Wenn du dir die Zeit nimmst und eine Liste der Aufgaben erstellst, welche du erledigen willst, wird dir das helfen a) die Sachen anzufangen und b) weiter zu machen, wenn du mal eine Pause einlegen musstest. Einfach notieren, was getan werden muss, und dann der Dringlichkeit bzw. der Priorität sortieren.

. Dabei werden die Aufgaben auf farbigen Haftnotizen aufgeschrieben und dann auf verschiedene 3 Spalten aufgeteilt. Die erste Spalte heißt Backlog. Hier kommen die Haftnotizen mit den noch auszuführenden Aufgaben rein. Sobald Sie eine Aufgabe angehen, wandert die dazugehörige Haftnotiz in die Zweite Spalte, der WiP-Spalte. WiP bedeutet “Work in Progress. auf Deutsch würde ich die Spalte “In Arbeit” nennen.

Wen die Aufgabe dann erledigt, kommt die Haftnotiz in die Spalte “Done”, oder eben auf Deutsch “Fertig”.

 

2: Einen Elefanten aufessen

Das funktioniert gut mit Aufgaben, welche entweder hasst oder die dir einfach zu groß erscheinen. Und es liegt nun mal in der menschlichen Natur, Dinge, die einen überwältigen lieber aus dem Weg zu gehen. Bestimmt hast folgende Frage schon mal gehört: “Wie isst man einen Elefanten?” Die Antwort lautet: “Stück für Stück”

Wenn duzum Beispiel den Abwasch absolut nicht magst, dann versuche die Aufgabe in Zeitabschnitte runter zu brechen! Statt zu denken: “Mist, ich muss das Geschirr noch abwaschen”, denk einfach: “Ich werde das Geschirr abwaschen, aber nur 11 Minuten lang.”

Es ist viel einfacher, sich selbst für einen Zeitabschnitt, in unserem Falle 11 Minuten, zu motivieren, als vor der gesamten Arbeit. Das kommt daher, da wir beim Gedanken ans Abwaschen generell uns vor dem inneren Auge selber sehen, wie wir im Schweiße unseres Angesichtes einen Teller nach dem anderen spülen. Niemals endend. Denkst du aber an 11 Minuten, dann sieht das geistige Auge zum Beispiel eine Uhr und eben die Zeitspanne von 11 Minuten.Du wirst mir Recht geben, dass diese Zeitspanne im Gegensatz zum Haufen Geschirr geradezu lächerlich ist, oder? Wenn du also große Dinge runterbrichst, wie hier in eine Zeitspanne, wirst du 2 Dinge feststellen. Erstens erledigst du den Rest der Arbeit auch nach den 11 Minuten, weil eigentlich ja schon fast alles weg ist. Oder zweitens, und das passiert mir häufig, du bist viel eher fertig und wunderst dich darüber, dass du dir sich vorher so einen Kopf um diese Aufgabe gemacht hast. Auf jeden Fall wirst du bemerken, wenn du einmal bewusst eine Aufgabe gedanklich in eine kurze Zeitspanne packst, was man alles in dieser Zeit erledigen kann.

Eine weitere Möglichkeit, schwierige Projekte anzugehen ist es, die Aufgabe in weitere kleine Aufgaben aufzugliedern. (Wie beim Elefanten, Stück für Stück) Ein Beispiel: Du musst den Rasen im Vorgarten und Garten mähen, dann wären die einzelnen Aufgaben:

  • Mähen Sie das Gras im Vorgarten
  • Schneiden Sie die Kanten
  • Das Gras sammeln
  • Aufkehren
  • Mähen Sie das Gras im Hinterhof
  • Schneiden Sie die Kanten
  • Das Gras sammeln
  • Aufkehren

Das Wichtigste wäre nun, das Gras im Vorgarten zu mähen. Selbst wenn du nur diese eine Aufgabe erledig, hast du Fortschritte erzielt. Auf jeden Fall mehr Fortschritte, als wenn duerst gar nicht angefangen hättest, den Elefant zu essen 😉 Es ist halt einfacher, ein Projekt in “mundgerechte” Aufgaben aufzusplitten, als über die Vollendung des gesamten Projekts zu zaudern.

 

3: Belohnungen

Belohne dich für eine erledigte Aufgabe! Das ist eine hervorragende Motivation. Wenn du dich auf etwas freust, dann erscheint die Arbeit nicht so schwierig oder langweilig.

Wie du dich selbst belohnst, liegt ganz bei dir. Es kann auch eins der kleinen Dinge des Lebens sein, wie zum Beispiel eine gute Tasse Kaffee. Oder mit einer Stunde Pause, um etwas im Fernsehen zu sehen. Natürlich können es auch größere Dinge sein, wenn du besonders große, langweilige oder stressige Herausforderungen bestehen musst. Zum Beispiel eine CD oder einen Film auf DVD. Oder du belohnst dich mit einem Essen außer Haus.

Selbstdisziplin ist hier wichtig. Stelle sicher, dass du dir die Belohnung auch wirklich erst dann gönnst, wenn du tatsächlich die Aufgabe abgeschlossen hast. Der Lohn ist so viel süßer, wenn man hart dafür gearbeitet hat.

 

4: Deine Energie-Ebene

Deine Energie und Stimmung haben einen großen Einfluss auf alle Sachen, die du machst. Wenn du in einer schlechten Stimmung bist, oder dich müde und lethargisch fühlst, wird es viel unwahrscheinlicher sein, dass du dich zu etwas motivieren kannst.

Um dein Energieniveau schnell zu verbessern, ist Bewegung Trumpf. Du sollst dich nun natürlich nicht überanstrengen oder dich auspumpen. Aber in der Tat können 8-10 Liegestütze oder 60 Sekunden auf der Stelle joggen wahre Wunder wirken. Auch kann man solche Mini-Übungen überall machen. Ein regelmäßiges Morgen-Workout pumpt das Blut durch deinen Körper und versorgt so schneller alle Zellen mit Sauerstoffkann. Ein perfekter Start in den Tag.

Langfristig gesehen gibt es natürlich noch weitere, sehr wichtig Dinge, die du machen kannst, um Energie aufzubauen. Da wäre eine vernünftige Ernährung und genügend Schlaf. Erinnerst du dich daran, wie toll man sich nach einem erholsamen Schlaf fühlt? Der erste Schritt, um genügend zu schlafen ist ganz klar, dass du früher ins Bett gehst.

Achte bei der Ernährung darauf, dass du nicht zu viel Zucker zu dir nimmst. Diese Arten von Lebensmitteln heben zwar anfangs den Energielevel, lassen ihn aber dann schon nach kurzer Zeit wieder absacken. Sicher hast du es auch schon bemerkt, wie müde du manchmal nach dem Mittagessen bist, oder?

Dass muss jetzt gar nicht heißen, dass du drastische Maßnahmen ergreifen musst. Meist reichen schon kleiner Änderungen der Ernährung. Achte halt mal bewusst, was du isst. schaue auf den Zuckergehalt bei Getränken und auf die Kalorienangaben auf den Lebensmitteln. Du wirst erstaunt sein, wie viel Alternativen mit weniger Kalorien oder Zucker zu finden sind. Ich persönlich habe nur das bewusste Einkaufen von Lebensmittel in Bezug auf Zucker und Kalorien einmal ca.7 Kg abgenommen. Wenn ich zum Beispiel Heißhunger bekomme, esse ich anstatt einem Milchriegel einen Joghurt oder Obst. Versuche überhaupt mal, mehr Obst in die Ernährung aufzunehmen. Dein Körper wird es dir danken.

Mit dem Einsatz auch nur einer der vier oben beschriebenen Techniken, wir es dir einfacher fallen, die Aufschiebrites zu besiegen. Du wirst Dinge, welche du immer vor sich hergeschoben hast, mit einer neuen Dynamik erledigen und dich danach einfach super fühlen. Wenn man Dinge immer wieder vor sich her schiebt, kann das für Körper und Geist sehr belastend sein, also packe es an und wende dein neues Wissen an. Am besten sofort.

 

Featured Image (c) metalhero1993 www.flickr.com

Wer teilt hat mehr vom Leben 😉

4 Antworten auf „4 sichere Wege hässliche Aufgaben zu erledigen“

  1. Diese Tipps sind auf jeden Fall sehr hilfreich. Ich würde noch hinzufügen, dass man die Aufgaben, die man sich für den jeweiligen Tag vorgenommen hat, möglichst früh am Tag erledigt, da so noch die meiste Energie vorhanden ist. Bei mir war es immer so, sobald ich meine Mails gecheckt habe, ein Video gesehen oder ein kurzes Spiel gespielt habe, war die Motivation verloren und ich habe nichts mehr auf die Reihe bekommen. Seitdem konzentriere ich mich den gesamten Vormittag auf die anstrengendsten Aufgaben und belohne mich am Ende mit einem schönen Mittagessen.
    Übrigens ist das Prinzip der Belohnung auch der Grund, weshalb viele Videospiele so gut funktionieren und teilweise süchtig machen: Man merkt sichtbar, wie man stetig besser wird (zB Level aufsteigt) und Belohnungen erhält. Viele Missionen sind oftmals die gleichen, machen aber dennoch Spaß, da man weiß, wie man von der Erledigung profitiert. Ich denke, wir sollten uns im Alltag bei der Erledigung von Aufgaben mehr an solchen Spielen orientieren und zum Beispiel aus dem Geschirrspülen eine Herausforderung machen. Wie wäre es damit, während des Spülens auf einem Bein zu stehen?

  2. Eine Bekannte nutzt Haftnotizen für Gewerbetreibende, um Dinge zu erledigen. Damit kann sie die Aufgaben besser strukturieren. Es geht dabei zwar nicht wie hier ums Rasen mähen, beim arbeiten mit Prozessen können solche Haftnotizen aber mehr als hilfreich sein.

  3. Hallo Mia,

    sehr gute Idee. Das setze ich auch oft um, wenn Storyboards für meine Artikel erstelle.

    Auch in anderen Lebenslage ist es sehr hilfreich, da man die einzelnen Aufgaben auch verschieben kann 🙂
    Danke für Deinen Kommentar!

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