So bauen Sie die Selbstachtung Ihres Kindes auf

(c) Brighton photographer
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Eines der Dinge, die Eltern ihren Kindern mit geben wollen ist eine gesunde Selbstachtung.

Leider wissen viele nicht, wie sie es ihren Kindern „beibringen“ können. Jeder von uns weiß, was Selbstachtung ist. Oder vielleicht doch nicht? Also wir können es vielleicht beschreiben, aber können wir es unseren Kindern auch lehren? Das ist relativ schwer, da es sich ja nicht um eine Gewohnheit oder ein Verhalten handelt, sondern eher um ein Gefühl. Im Grunde sagt das Wort ja aus, was es bedeutet: Sich selber achten. Es umfasst alles, angefangen vom Vertrauen in sich selber oder Vertrauen in Beziehungen. Auch bezieht die Selbstachtung den Körper und den Geist mit ein. Wenn Ihr Kind nicht zufrieden mit sich ich, verliert es auch schnell die Achtung vor sich selber. Und wer sich selber weniger achtet als andere, der wird auch Probleme haben, ein gesundes Selbstvertrauen, was der Selbstachtung sehr nahe liegt, auf zu bauen. Aber zur Kernfrage: wie bringe ich meinem Kind nun Selbstachtung bei?

Wir lehren unsere Kinder: „Ehrlichkeit ist die beste Politik“ oder „Ehrlich währt am längsten“, oder?
Amazon ImageAber eigentlich wollen wir damit den Kindern lehren, dass sie zu uns ehrlich sein sollen, oder? Leider halten wir Eltern uns da selber nicht immer daran, was sehr fatal für die Selbstachtung des Kindes sein kann. Kinder spüren ganz genau, wenn wir nicht ehrlich sind. Wenn Ihr Kind also das nächste Mal ihnen ein Bild zeigt, welches scheußlich ist, sagen Sie nicht, dass es das Beste ist, was Sie je gesehen habe. Ihr Kind wird wissen, dass dem nicht so ist, und wird Ihnen später auch nicht glauben, wenn Sie das nächste Mal eine solche positiv Aussage machen. Selbst dann nicht, wenn es im nächsten Fall wirklich wahr ist. Stattdessen sagen Sie Ihrem Kind ehrlich was Sie von dem Kunstwerk halten. Zeigen Sie Ihrem Kind, was gut ist und was es besser machen kann. Treffen Sie zum Beispiel Aussagen, die nicht wertend sind. Zum Beispiel: „Bei den Blüten hast Du Deiner Fantasie freien Lauf gelassen, stimmt`s?“ Damit zeigen Sie Interesse und erzählen keine Märchen.

Bitte verstehen Sie, dass Ihr Kind und das Verhalten welches Ihr Kind an den Tag legt, zwei verschiedene Dinge sind. Auch wenn es schwer fällt, gerade wenn das Kind etwas macht, was Sie verrückt macht. Oder etwas tut, worauf Sie nicht vorbereitet sind. Sie können die Selbstachtung Ihres Kindes erheblich steigern, wenn Sie das Verhalten „maßregeln“ und nicht das Kind als Person. Das ist ganz wichtig! Warum ist das so wichtig? Wenn Ihr Kind fühlt, dass Sie sauer sind, weil es was falsch oder schlecht gemacht hat, kann dies negative Auswirkungen auf Ihr Kind das Selbstwertgefühl. Natürlich sollen Sie Ihrem Kind nicht alles durch gehen lassen, aber es ist ein Unterschied ob Sie sagen: „Bist Du … Wie kannst DU so was machen?“, „Du nervst mich“ oder wenn Sie sagen „Ich mag es nicht, wenn Du beim Essen herum zappelst“! Diese „Ich-Aussagen“ unterstützt Sie dabei. Sagen Sie etwas wie: „Ich mag es nicht, wenn du deine Spielsachen auf dem Boden verstreust und nicht wieder weg räumst „, Ein schlechtes Beispiel sieht wie folgt aus: „Du bist ein Chaot“. Diese Aussage greift den Charakter bzw. die Persönlichkeit Ihres Kindes an.

Amazon ImageErmutigen Sie Ihr Kind einige Entscheidungen treffen.

Objektiv betrachtet, ist es doch so, das Kinder sind in einer Situation sind, wo anderen ständig sagen, was sie tun oder zu lassen haben. Wenn Kinder einige Entscheidungen alleine fällen dürfen, auch wenn es etwas Kleines ist, dann hilft es ihnen Selbständigkeit zu erlernen. Sie wollen ja nicht, dass Ihre Kinder aufwachsen und abhängig von den Meinungen anderer sind. Es gibt so einfache Möglichkeiten. Fragen Sie nach dem Einkauf, was Ihr Kind tragen will. Oder lassen Sie es doch entscheiden, was es zum Abendessen geben soll. Sollte dies Ihr Kind überfordern, ist das nichts Schlimmes. Sie umschiffen dies einfach, in dem Sie alternative Fragen stellen. Das bedeutet, geben Sie 2 Lösungen vor und Ihr Kind muss entscheiden, welche Variante die Bessere ist. Beispiel:“ Was machen wir heute Abend zu Essen? Kartoffeln oder lieber Nudeln?“ Möchtest Du die Milch oder lieber die Eier tragen?“ Jede Entscheidung, die Ihr Kind trifft, lässt es selbständiger heranwachsen.

Amazon ImageErmutigen Sie Ihre Kinder, neue Dinge auszuprobieren.

Neue Dinge ausprobieren hilft Ängste vor dem Unbekannten zu überwinden. Es hilft zu lernen, wie man mit Erfolg und Misserfolg umgeht. Und wer weiß, wie man mit Ängsten umgeht, der hat es mit dem Selbstvertrauen und der Selbstachtung erheblich einfacher. Wenn ein Kind nie lernt, neue Dinge auszuprobieren, kann sich dies mit Problemen im späteren Leben rächen. Auch wenn wir es Alltag nennen, nicht jeder Tag ist gleich. Jeder Tag hat neue Herausforderungen parat. Gerade für Kinder. Wir vergessen dies leider nur sehr schnell.Wir vergessen wie es früher war, als wir selber noch klein waren, Was gab es nicht alles zu entdecken?. Was kam alles auf uns zu? Wenn Kinder hier schon Entscheidungen treffen, kann diese für das Heranwachsen gar nicht falsch sein. Das Leben ändert sich ständig, ob es ein Umzug in eine neue Stadt ist oder der Wechsel in eine höhere Schule.Wenn Kinder Erfahrungen mit dem Experimentieren und Ausprobieren der verschiedenen Dinge haben, auch wenn es kleine Dinge sind, wird Ihnen das bei größeren Umstellungen, Entscheidungen und Herausforderungen sehr helfen.

Das waren nun nur einige wenige Tipps, wie man seinen Kindern den Aufbau der Selbstachtung erleichtert Es ist wichtig zu erkennen, dass es ein fortlaufender Prozess ist. Die kleinen Dinge summieren sich, auch wenn sie auf den ersten Blick unwichtig scheinen. Sich daran zu erinnern kann helfen, wenn Sie das Gefühl haben, dass die Entwicklung des Selbstwertgefühl Ihres Kindes sich anfühlt, als wäre es einen monumentale Aufgabe. Es ist ein langer Prozess. Rom wurde auch bekanntermaßen nicht an einem Tag erbaut. Nehmen Sie sich Zeit, um Ihr Kind als die wunderbare Person zu erkennen, welche er oder sie ist. Gestehen Sie Ihrem Kind Fehler zu und ermutigen Sie es immer wieder zur Selbstständigkeit. So werden Sie den langen Weg der Erziehung Ihres Kindes zu einem gesunden, selbstbewussten Erwachsenen meistern.

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